FaGe / FaBe
FaBe Fachfrau/-mann Betreuung
Petition unterschreiben: Kinderbetreuung fair finanzieren!
Wir fordern 1% des BIP für Kinderbetreuung!
Die Schweiz gibt derzeit nur 0.2% des BIP für die familienexterne Betreuung der Kleinkinder aus und hinkt damit weit hinter den europäischen Standards her (Dänemark 2%, Schweden 1.7%, Finnland, 1.3%, Frankreich 1%).
Gemäss den Empfehlungen des Europäischen Netzwerks für Kinderbetreuung müssten 5 mal mehr investiert werden, damit Krippen nicht länger mit unqualifiziertem Personal arbeiten und junge Frauen nicht mehr in skandalös schlecht bezahlten Praktika teils über Jahre auf eine Lehrstelle warten müssen.
Zur schweizweiten Petition: http://kitas-fair-finanzieren.ch/
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Hintergrundinfos: Kinderbetreuung - ein Blick nach Europa
Unsitte Praktikum
Praktikum in Kinderkrippen bedeutet Ausbeutung junger Frauen
Viele Kinderkrippen funktionieren auf dem Rücken von jungen Praktikantinnen. In der Hoffnung auf eine Lehrstelle arbeiten junge Frauen teils jahrelang zu erbärmlichen Bedingungen. Sie leisten in unabhängigen Praktika oder in Praktika ohne Ausbildungsanschluss oft 100%-ige Arbeit. Sie betreuen Kindergruppen alleine und übernehmen volle Verantwortung - und dabei sind 100%-Monatslöhne unter Fr. 800.- keine Seltenheit! Es gibt Kinderkrippen, welche gar ganz ohne Fachpersonal die anspruchsvolle Aufgabe übernehmen (vorwiegend in ländlichen Gemeinden).
- Die Mehrheit der Praktikantinnen findet nie eine Lehrstelle als FaBe.*
- Praktika sind unnötig, demotivierend und verunsichernd.
- Für die FaBe-Ausbildung ist kein Praktikum nötig!
Die berufliche Grundbildung FaBe - so wie andere Lehren auch - schliesst direkt an die Volksschule an (Berufsbildungsgesetz).
Auch die Dachorganisation Savoir Social*, in der u.a. Arbeitgeberorganisationen vertreten sind, lehnt Praktika ohne Anschluss an weiterführende Ausbildung entschieden ab.
Medienmitteilung Savoir Social 19.01.10
öffentliche Podiumsdiskussion mit über 50 Teilnehmenden
Kita-Praktikum: Wem bringt es etwas?
Am 28. April 09 diskutierten in Zürich
- Patrizia Fritz-Delvai, Leiterin Kinderkrippe Chnopfdrucke, Steinhausen (ZG)
- Ulla Grob-Menges, Geschäftsführerin Verband Kindertagesstätten Schweiz KiTaS
- Markus Marti, Leiter Kita Riedli, Zürich sowie
- Jean-Jacques Zbinden, Ausbildungsverantwortlicher GFZ-Kitas (Gemeinnütziger Frauenverein Zürich)
unter der Moderation von Christien Flitner, vpod Frauensekretärin.
Danach diskutierte das Publikum engagiert mit. Teilweise war Empörung und Wut über Arbeitsbedingungen in gewissen Kita deutlich zu spüren. Einig war man sich, dass die Finanzierung der Kita dringend verbessert und vermehrt qualifiziertes Personal statt Praktikantinnen angestellt werden soll.
Um die Qualität und somit die Finanzierung und Arbeitsbedingungen der Kindertagesbetreuung zu verbessern, müssen sich Betroffene - Kita-Betriebe,
-Leitende und insbesondere auch das Kita-Personal - verstärkt einsetzen.
Der vpod Sozialbereich gibt dafür Unterstützung - je mehr Mitglieder, desto stärker unsere Möglichkeiten!
Mitglied werden können Sie gleich hier (rechts auf dieser Page).
Grundlagenpapier des vpod
vpod-Positionspapier Kinderbetreuung als PDF...
vpod Broschüren zur Kindertagesbetreuung
vpod-Qualitätsrichtlinien für die Kindertagesbetreuung
vpod Frauen, 2009
als PDF
Familienergänzende Tagesbetreuung für Kinder
Anforderungen an Qualität, Arbeitsbedingungen und Ausbildung
vpod Frauen, 2008
als PDF
Familienergänzende Tagesbetreuung für Kinder
Vom notwendigen Übel zur sozial- und bildungspolitischen Selbstverständlichkeit
vpod Sozialberufe sowie vpod Bildung, Erziehung und Wissenschaft, 2002
Wir freuen uns über Bestellungen:
vpod, Postfach, 8036 Zürich
044 266 52 52
vpod[at]vpod-ssp.ch
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