Spital Limmattal: Tor auf für eine Zukunft mit viel Risiko? Jetzt hat das Volk das letzte Wort

15.07.10

Spital Limmattal: Tor auf für eine Zukunft mit viel Risiko? Jetzt hat das Volk das letzte Wort

VON: CHRISTOPH LIPS

Die Mehrheit der Delegierten des Spitalverbands Limmattal hat an ihrer Versammlung vom 14. Juli grundsätzlich die Vorschläge des Verwaltungsrats abgesegnet, ohne ihre Auswirkungen für das Spital und die Bevölkerung genau bemessen zu können. Die Delegierten haben es verpasst, den Verwaltungsrat mit der seriösen Abklärung einer Zukunftsplanung in Varianten zu beauftragen.

Mit den Vorschlägen des Verwaltungsrats werden mindestens drei neue Kostentreiber im Gesundheitswesen hinzukommen: Die H Services, das private Medizinische Dienstleistungszentrum für den ambulanten Bereich und ein (internationales) Totalunternehmen für den Neubau. Sie alle wollen am Spital Limmattal zu Lasten der Trägergemeinden, des Personals und der Krankenversicherten mit Gewinn verdienen.

Bis heute ist der Verwaltungsrat nicht in der Lage, ein seriöses Zukunftsprojekt vorzulegen. Bekannt ist lediglich, dass der Neubau des Spitals plötzlich rund 300 Millionen Franken kosten soll. Eine Erklärung, weshalb sich die Kosten verdoppelten gegenüber dem ursprünglichen Projekt, das von den Gemeinden und der Stimmbevölkerung abgesegnet ist, bleibt der Verwaltungsrat bis heute schuldig. Das vergleichbare Kantonsspital Zug wurde für 180 Millionen Franken auf der grünen Wiese gebaut. Warum soll das im Limmattal nicht möglich sein?

Dank den Interventionen des VPOD und weiterer Kräfte hat nun das Volk das letzte Wort zur Zukunft des Spitals Limmattal. Der VPOD wird sich weiterhin für das betroffene Personal und die PatientInnen des Spitals Limmattal einsetzen. Ebenso wird er sich dafür einsetzen, dass das Juwel Spital Limmattal nicht in Abhängigkeit von Firmen kommt, die nicht risikofähig sind und deren Ruf zumindest nicht über jeden Zweifel erhaben ist.

Der VPOD ruft den Verwaltungsrat nochmals dazu auf, die Zeit bis zur Volksabstimmung zu nutzen, um ein einfaches, nachhaltiges und kostengünstiges Spitalprojekt auszuarbeiten, das weiterhin der Bevölkerung gehört. Der VPOD und weitere Expertinnen und Experten sind jederzeit bereit, dazu Hilfe zu bieten.

Ganze Mitteilung im PDF

 

Weitere Informationen zum Spital Limmattal: http://www.vpod-zh.ch/branchen-bereiche/gesundheitsbereich.html